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Feb 17

Todesgetreide Reis

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Jetzt aufgedeckt; Reis beinhaltet Arsen – Millionen von Toten erwartet! Millionen? Äh, wieso lieber geneigter Reisverzehrer leben Sie denn noch?

Seit zwei Tagen geistert durch die Medien eine Untersuchung der Zeitschrift „Öko Tests“, dass Arsen in Vollkornreis gefunden worden sei. Sicher wäre diese Information nicht veröffentlicht worden, wenn Öko Test damit nicht etwas bezweckte – vermutlich Panikmache. Auch wenn sie es nicht explizit schreiben, ist wohl davon auszugehen, dass sie die geneigte Reisverbraucherschaft in Angst und Schrecken versetzen möchten. Schließlich ist allgemein bekannt, dass Arsen tötet.

Nun, was Öko Test letztendlich damit bezweckt, ist dem Pressebüro Hammaburger Texte (PHT) – Hertha-Margarethe Kerz nicht bekannt. Aber Vollkornreis kennen wir – und zwar sehr gut.
Reis ist ein Getreide. Wie jedes Getreide benötigt er eine bestimmte Zusammensetzung des Bodens, um gut zu gedeihen. Tatsächlich gehört zu dieser Zusammensetzung auch Arsen – natürliches, anorganisches Arsen. Dieses ist doch recht weit weg von dem künstlichen, im Labor hergestellten Arsen, mit dem die beiden Schwestern aus „Arsen und Spitzenhäubchen“ arme alleinstehende Männer um die Ecke brachten.

Wie die Medien schreiben, hat die Zeitschrift Öko Test 0,1-0,2 Milligramm Arsen pro Kilogramm Reis entdeckt. Erlaubt sind bis zu 0,25 Milligramm. Und? Dieser Wert von 0,2 Milligramm bezieht sich auf ein Kilo Trockenprodukt. Das sind rund 4-5 Kilogramm gekochter Reis. Essen Sie täglich 4-5 Kilogramm Reis? Eine Portion Reis sind max. 500 gr. gekochter Reis, das sind rund 100 gr. Trockenprodukt, also sind dort 0,02 Milligramm Arsen maximal enthalten.

Jeder kochende Mensch weiß aus Erfahrung, dass man sowohl Getreide, als auch Hülsenfrüchte vor dem Kochen wäscht. Hierbei wird wiederum ein großer Teil des Arsens herausgespült, da nicht das gesamte Arsen im Inneren des Korns zu finden ist.

Wer nun supersicher gehen will: Es gibt zwei Methoden des Reiskochens: Die Quellmethode, dabei wird der Reis 25 Minuten mit zweieinhalb Mal soviel Wasser wie Reis gekocht und dann noch 20 Minuten auf der heißen Herdplatte (oder im Bett unter den Decken), quellen gelassen. Der Reis nimmt in dieser Zeit den Rest des Wassers auf.

Die zweite Methode ist die normale Kochmethode. Dabei wird der Reis 30 – 35 Minuten in relativ viel Wasser gekocht und das überschüssige Wasser abgeschüttet. Bei beiden Methoden geht durch den Kochvorgang ein großer Teil des Arsens – wir denken noch einmal daran, dass wir von 0,025 Milligramm pro Portion sprechen – in das Kochwasser über. Wenn Sie jetzt dieses Wasser abgießen, verlieren Sie noch einmal einen großen Teil des Arsens – allerdings auch jede Menge Nährstoffe.

Übrigens wird Reis mit Arsen – denn ohne ihn gibt es ihn gar nicht – schon seit Jahrtausenden verzehrt – und die Menschheit ist immer noch nicht ausgestorben. Sie sehen also, es gibt keinen Grund besorgt zu sein. Essen Sie Reis, er ist nahrhaft, kann auf hunderte von Arten zubereitet werden, macht satt ohne zu drücken und schmeckt super.

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